Material

Louis d’Or verbindet einen Naturstein je Stück mit Moissanit als Pavé, gefasst in Sterlingsilber 925, vergoldet (Vermeil). Kein Sortiment aus Qualitätsstufen, keine Aufpreisstaffel über Steinqualität; diese Seite erklärt, warum das eine überprüfbare Entscheidung ist und keine Werbeaussage.

Die vier Natursteine

Jedes Stück trägt einen von vier Natursteinen: Karneol, Lapislazuli, Malachit, Onyx. Jede Einlage ist aus echtem Stein geschnitten und poliert; kein Druck, keine Folie, kein Doppelgänger. Der Stein variiert nach Form und Farbe, nicht nach Wertigkeit; es gibt keine Steinqualitätsstufen innerhalb der Marke.

Der Stein der Mutigen

Karneol

Eine orangerote bis rotbraune Varietät des Chalcedons; die Farbe stammt von Eisenoxid, eingeschlossen vor Jahrmillionen. Im alten Ägypten und in Rom trugen Soldaten und Redner Karneol; ihm wurde nachgesagt, er stärke Mut und Selbstsicherheit. Er lässt sich gut gravieren und behält seine Farbe über Jahrtausende, deshalb diente er für Siegelsteine und Amulette.

„Kein Stück gleicht dem anderen; wie kein Mut derselbe ist.“

Charakter
Mutig, entschlossen, leidenschaftlich.
Für sie
Die Frau, die weiß, was sie will.
Anlass
Beförderung, Neubeginn, Selbstgeschenk

Der Stein der Wissenden

Lapislazuli

Ein tiefblaues Gestein aus mehreren Mineralien, durchsetzt von feinen Pyrit-Einschlüssen. Die bedeutendsten Vorkommen liegen seit über 6.000 Jahren im heutigen Afghanistan. Im alten Ägypten war er Bestandteil königlichen Schmucks, etwa der Totenmaske Tutanchamuns. Aus ihm wurde Ultramarin gemahlen, das teuerste Pigment der Renaissance, mit dem Maler wie Michelangelo den Himmel gestalteten. Die goldenen Pyrit-Punkte sind kein Fehler des Steins; sie sind Sterne.

„Sterne, die älter sind als die Menschheit.“

Charakter
Klug, tiefgründig, visionär.
Für sie
Die Denkerin. Die Gestalterin.
Anlass
Abschluss, Geburtstag, Meilenstein

Der Stein des Werdens

Malachit

Ein grünes Kupfercarbonat mit charakteristischer Bänderung. Die Ringe entstehen, weil Malachit über lange Zeiträume in Schichten wächst; es sind Wachstumsringe, wie bei einem Baum. Kein Malachit gleicht dem anderen. Im alten Ägypten diente gemahlener Malachit als Augenschminke, in der Neuzeit als Schmuck- und Dekorgestein, am bekanntesten im Malachitsaal der Eremitage in Sankt Petersburg.

„Diese Ringe sind Wachstumsringe. Die Natur ist kein Drucker.“

Charakter
Lebendig, wachsend, verwurzelt.
Für sie
Die Naturliebhaberin. Die Aufbauerin.
Anlass
Muttertag, neues Kapitel, Hochzeit

Der Stein der Stille

Onyx

Eine schwarze, oft fein gebänderte Varietät des Chalcedons. Bereits im antiken Rom diente er für Siegelringe und Kameen, da sich helle Schichten kontrastreich aus dem dunklen Grund herausarbeiten lassen. Die weißen Adern durch das Schwarz sind keine Makel; sie sind der Beweis, dass Stärke nicht perfekt sein muss, um unerschütterlich zu sein.

„Manche Frauen brauchen keine Farbe, um aufzufallen.“

Charakter
Souverän, ruhig, unerschütterlich.
Für sie
Die Frau, die nichts mehr beweisen muss.
Anlass
Jubiläum, runder Geburtstag, Statement

Moissanit (Pavé)

Siliciumcarbid, 1893 vom französischen Chemiker Henri Moissan in Gesteinsproben eines Meteoritenkraters in Arizona entdeckt; er hielt die Kristalle zunächst für Diamant. Natürliches Moissanit ist extrem selten; für Schmuck wird es seit den 1990er-Jahren im Labor hergestellt. Bei Louis d’Or kommt es als Pavé zum Einsatz (frz. „gepflastert“): eine Fassungstechnik, bei der viele kleine Steine dicht nebeneinander gesetzt werden, sodass eine durchgehend funkelnde Fläche entsteht.

Moissanit im Vergleich

Der Pavé rund um den Hauptstein besteht aus Moissanit (Siliciumcarbid). Es hat eine höhere Lichtbrechung und stärkere Dispersion als Diamant und ist alltagstauglich hart. Die Tabelle zeigt allgemein bekannte physikalische Werte, keine Herstellerangabe zu einem konkreten Stein.

EigenschaftMoissanitDiamantZirkonia
Härte (Mohs-Skala)9,25108,0–8,5
Brechungsindex2,65–2,692,422,15–2,18
Dispersion (Feuer)0,1040,0440,058–0,066

Abgrenzung

Moissanit wird hier nicht als „besser als Diamant“ dargestellt, sondern mit seinen tatsächlichen Eigenschaften. Gegenüber Labor- und Naturdiamant liegt der Unterschied vor allem im Preis bei vergleichbarer Alltagstauglichkeit; gegenüber Zirkonia in Härte und Standfestigkeit über Jahre.

3 Mikrometer Goldauflage

Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter. 3 Mikrometer sind damit nur ein Bruchteil der Dicke eines menschlichen Haars (im Schnitt 60–100 Mikrometer); aber genau diese Dicke entscheidet über die Lebensdauer der Vergoldung.

Der Begriff „Vermeil“ (frz., gesprochen „wer-mäj“) stammt aus dem 18. Jahrhundert, als Gold mit Quecksilber auf Silber gebrannt wurde; optisch wirkungsvoll, für die Goldschmiede hochgiftig. Das Verfahren ist verschwunden, geblieben ist der Anspruch: eine echte Goldschicht auf einem echten Silberkörper. Heute entsteht sie galvanisch, in einem Elektrolytbad, kontrolliert und in definierter Stärke.

Die verbindlichste Definition kommt aus den USA (US-FTC). Damit etwas als Vermeil gilt, müssen drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:

KriteriumAnforderung
TrägermaterialSterlingsilber, mindestens 925/1000
Schichtstärkemindestens 2,5 Mikrometer
Goldlegierungmindestens 10 Karat

Unsere Spezifikation

Kern925er Sterlingsilber
Auflage3 Mikrometer
Goldlegierung18 Karat (750/1000)

Vergoldung im Vergleich

Vermeil ist eine von mehreren Arten, Gold mit einem anderen Metall zu verbinden. Die Einordnung zeigt allgemein bekannte Fachbegriffe, keine Herstellerangabe zu einem bestimmten Anbieter.

ArtKernGoldanteilTypische Lebensdauer
Vergoldet (flash plated)meist Messing0,1–1 MikrometerWochen bis Monate
Gold Vermeil925er Silberab 2,5 Mikrometermehrere Jahre
Gold FilledMessingab 5 % des Gewichts, mechanisch gewalztviele Jahre
MassivgolddurchgehendGenerationen

Vermeil sitzt bewusst in der Mitte: die Optik und Hautverträglichkeit von Echtgold, ohne dessen Preis. Gold Filled hält bei ähnlichem Preis oft länger, hat aber einen unedlen Kern; für empfindliche Haut der schlechtere Kompromiss.

Haut & Verträglichkeit

Die meisten Schmuckunverträglichkeiten gehen auf Nickel zurück, das in günstigen Basislegierungen steckt. Solange die Goldschicht intakt ist, merkt man davon nichts. Sobald sie an Kanten oder Innenseiten durchgerieben ist, liegt das Nickel direkt auf der Haut. Bei Vermeil gibt es dieses Problem nicht: Unter dem Gold liegt Sterlingsilber. Selbst wenn sich die Auflage nach Jahren an einer Stelle abträgt, kommt darunter wieder Edelmetall zum Vorschein.

Zertifikat

Jedem Stück liegt ein Zertifikat bei, das die verbauten Materialien auflistet. Damit lässt sich nachprüfen, wofür man bezahlt, statt es glauben zu müssen.

Pflege

Zuletzt anlegen, zuerst ablegen

Schmuck erst anlegen, wenn Parfum, Creme und Haarspray aufgetragen sind, und ihn abends als Erstes wieder abnehmen. Diese Mittel greifen die Goldschicht an.

Kein Chlor, kein Salzwasser

Vor Pool und Meer abnehmen.

Trocken aufbewahren, einzeln im Beutel

Reibung ist der häufigste Grund für Abrieb.

Nur weiches Tuch

Silberputztücher und Tauchbäder sind für massives Silber gedacht und tragen die Goldschicht ab.

Beim Sport und Duschen ablegen

Schweiß ist leicht sauer.

Häufig gefragt

Läuft Gold Vermeil an?

Das Gold selbst nicht. Wenn sich die Auflage an einer Stelle abgetragen hat, kann das darunterliegende Silber mit der Zeit nachdunkeln; ein Hinweis darauf, dass eine Neuvergoldung ansteht.

Kann man es aufarbeiten lassen?

Ja. Weil der Kern aus Silber besteht, lässt sich ein Vermeil-Stück beim Goldschmied neu vergolden.

Ist Vermeil wasserfest?

Kurzer Kontakt schadet nicht. Dauerhafte Feuchtigkeit, Chlor und Salzwasser sehr wohl.

Woran erkenne ich es beim Kauf?

Am Stempel 925 im Inneren; und daran, ob der Anbieter Schichtstärke und Goldlegierung offen nennt.

Für wen ist Vermeil die richtige Wahl?

Für alle, die täglich Schmuck tragen, empfindlich auf Modeschmuck reagieren und nicht bei jedem Stück in Massivgold investieren wollen.